Forts. Neues aus dem Schulausschuss

Das Lehrerzimmer der Goltstein-Schule in Inden ist in einem überholten Zustand.

Das Lehrerzimmer der Goltstein-Schule soll renoviert und modernisiert werden. Das war die einvernehmliche Meinung in der Sitzung des Schulausschusses der Gemeinde Inden. Das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ soll dabei unter die Arme greifen.

Zurückhaltend waren die Fraktionen nur noch hinsichtlich der Kosten, die sollen aber bald geklärt werden. Die Maßnahmen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ realisiert werden. Hauptamtsleiter Michael Linzenich: „Die Bedingungen entsprechen nicht mehr den Standards.“ Unter anderem müssten Wlan sowie ein Beamer und eine Leinwand installiert werden.
Schulleiter Christian Häntsch stellte die Probleme im Lehrerzimmer – in dem noch immer die Ersteinrichtung von 1972 steht – noch etwas anschaulicher dar. „Die Schränke werden seit den 70er Jahren täglich genutzt. Wir haben schon häufiger die Scharniere neu fixiert, aber langsam gibt es kein Holz mehr, in das man die neuen Schrauben drehen kann“, berichtete er.
Deshalb würden mittlerweile schon alle Tische als Ablageflächen genutzt, was den Raum extrem unübersichtlich mache. „Man hat das Gefühl, man ist auf einem pädagogischen Jahrmarkt“, sagte Häntsch. Es brauche neue Schulmöbel und mehr Stauraum. Auch die Küche brauche dringend eine Überholung.
Unter den Ausschussmitgliedern herrschte grundsätzlich Einigkeit darüber, dass die räumliche Situation an der Hauptschule nicht länger tragbar ist. „Die Ansprüche sind berechtigt“, sagte SPD-Mann Jörg Lakeberg, „aber wir möchten erst die Zahlen haben.“ Rudi Görke (ebenfalls SPD) schlug eine Begehung vor der nächsten Ausschusssitzung vor, um sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Lehrerzimmers zu machen. Hella Rehfisch von den Grünen begrüßte diesen Vorschlag. „Vor mehr als 25 Jahren haben da Ratssitzungen stattgefunden.“ Gerätschaften, die so alt seien, müssten irgendwann erneuert werden. Hinsichtlich der Kosten sagte sie: „Einen Freibrief gebe ich aber nicht.“

An Stauraum mangelt es im Lehrerzimmer überall, deshalb werden alternative Ablageflächen genutzt. Foto: Christian Häntsch
Natalie von Schwartzenberg (CDU) äußerte sich kritisch zu einer geplanten Besichtigung. „Ich finde, es setzt ein falsches Zeichen, wenn wir in Zeiten des Coronavirus als Gruppe schulfremder Menschen in das Gebäude geben“, merkte sie an. Man könne in der heutigen Zeit mithilfe einer digitalen Präsentation auch einen guten Eindruck von den Gegebenheiten erhalten.
Schulleiter Häntsch sagte zu, kurzfristig eine Präsentation mit Bildern zusammenzustellen und den Ausschussmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Das Thema wird in der Ratssitzung am Mittwoch, 24. Juni, 18 Uhr, weiter besprochen. Bis dahin sollen auch die Angebote für die Baumaßnahmen vorliegen.

Folgen der Corona-Krise

Schulleiter Christian Häntsch beschrieb außerdem, wie die vergangenen Monate in der Corona-Krise für seine Schule gelaufen sind. „Dynamisch und herausfordernd“ nennt er die Situation, die einige Schwierigkeiten mit sich brachte. Ein Problem sei die fehlende Online-Infrastruktur gewesen. „Es muss so etwas geben wie das Recht auf einen digitalen Zugang“, forderte er deshalb. Unter anderem habe er Schüler, die ihre Aufgaben vor einem Supermarkt abrufen mussten, um dort das frei zugängliche Wlan nutzen zu können.
Weiterhin habe es bei einem Ehepartner eines Kollegen einen Todesfall aufgrund der Infektion mit dem Coronavirus gegeben, was für allgemeine Bestürzung gesorgt habe. Überhaupt seien nur 25 Prozent der Lehrkräfte voll einsatzfähig gewesen, drei Viertel waren unter anderem als Risikopatienten an ihren Heimarbeitsplatz gebunden.
Mittlerweile seien etwas mehr als die Hälfte der Lehrer wieder vor Ort, sodass Häntsch davon ausgeht, nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren zu können. „Plan B wären A- und B-Wochen mit gestaffeltem Unterricht.“ Im kommenden Schuljahr wird es mit 20 Anmeldungen wieder eine neue Klasse geben.

Quelle: AZ/AN, VON CAROLINE NIEHUS

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